Die Jackpot-Obergrenze bei EuroMillionen

Die Jackpot-Obergrenze bei EuroMillionen liegt zurzeit bei 200 Millionen Euro – das ist die höchste Gewinnsumme, die man bei EuroMillionen erzielen kann. Erreicht der Jackpot die Obergrenze, fließen alle überschüssigen Spieleinnahmen in die nächstniedrige Gewinnklasse mit Gewinnern ein. Der Jackpot kann vier weitere Ziehungen lang ungeknackt bleiben, doch wird er in der vierten Ziehung nicht geknackt, wird er daraufhin auf die Gewinner im nächstniedrigen Gewinnrang aufgeteilt. Das bedeutet, dass an einem Abend gleich mehrere Spieler zu Millionären gemacht werden können.

Die Jackpot-Obergrenze bei EuroMillionen erklärt

«Endgültige» Ziehungen und «Verlängerungen»

Wenn der Jackpot nach Erreichen der Jackpot-Obergrenze noch vier Mal verlängert wird, findet eine endgültige Ziehung statt. Bei endgültigen Ziehungen wird garantiert, dass das gesamte Preisgeld vergeben wird, selbst wenn niemand alle Gewinnzahlen hat. Die folgenden Schritte beschreiben, wie der Jackpot bei endgültigen Ziehungen vergeben wird:

Bisher gab es bei den EuroMillionen nur zwei endgültige Ziehungen. Die letzte war am 8. Oktober 2019. Nachdem nach 22 Ziehungen noch niemand den Jackpot geknackt hatte, hatte der Jackpot während fünf aufeinanderfolgender Ziehungen seine Obergrenze erreicht. Die erste endgültige Ziehung fand am 17. November 2006 statt, nachdem es elf Verlängerungen gegeben hatte.

Anstieg der Gewinnobergrenze

Sobald der Jackpot 200 Millionen € erreicht hat und gewonnen wurde oder unter Spielern in der nächsten Gewinnklasse aufgeteilt wurde, wird die Obergrenze um 10 Millionen € steigen. Das nächste Mal, wenn sie ansteigt, kann sie daher ein Maximum von 210 Millionen € erreichen, bevor sie gesperrt wird, bis es einen Gewinner gibt oder die Gelder unter Spielern in der nächsten Gewinnklasse aufgeteilt werden. Die Obergrenze wird weiterhin jedes Mal um 10 Millionen € steigen, wenn der maximale Jackpot gewonnen wird oder herunterrollt, bis sie 250 Millionen € erreicht.

Die Geschichte der Jackpot-Obergrenze

Als EuroMillionen im Jahr 2004 eingeführt wurde, konnte der Jackpot nur elf Ziehungen lang ungeknackt bleiben und somit weiter ansteigen, dann musste eine Zwangsausschüttung stattfinden. Es gab keine Jackpot-Obergrenze. Schaffte es kein Spieler, den Jackpot in der 12. Ziehung zu knacken, wurde er dem nächstniedrigen Gewinnrang mit Gewinnern zugeschüttet und dort auf die Gewinner aufgeteilt.

Im November 2009 wurde diese Regelung mit der Einführung der Jackpot-Obergrenze ersetzt. Die Obergrenze lag bei 185 Millionen Euro und laut der neuen Regelung musste sich die Jackpot-Obergrenze jedes Mal, wenn sie diese erreichte, um 5 Millionen Euro erhöhen.

Am 12. Juli 2011 wurde die Obergrenze zum ersten Mal erreicht. Ein Ehepaar aus Schottland, Chris und Colin Weir, knackte den Jackpot, und die Obergrenze wurde daraufhin auf 190 Millionen Euro erhöht. Am 12. Januar 2012 wurde eine dauerhafte Obergrenze von 190 Millionen Euro eingeführt.

Im September 2016 gab es eine Reihe von Neuerungen bei EuroMillionen, um den Spielern höhere Jackpots zu bieten, die häufiger vorkommen. Dabei wurde auch die Anzahl von Ziehungen erhöht, in denen der Jackpot an der Obergrenze bestehen bleiben kann, bis er an die Gewinner in der nächstniedrigen Gewinnklasse ausgezahlt werden muss. Ursprünglich konnte der Jackpot nur für eine Ziehung an der Obergrenze liegen und musste dann bei der nächsten Ziehung ausgezahlt werden. Seit September 2016 kann er vier Ziehungen lang an der Obergrenze liegen, und muss dann bei der fünften Ziehung ausgezahlt werden.

Die Gewinnstruktur von EuroMillionen wurde im Februar 2020 geändert, so dass ein größerer Prozentsatz des Preisfonds bei jeder Ziehung an den Jackpot ging. Um sogar noch mehr Gewinne anbieten zu können, wurde die Gewinnobergrenze von 190 Millionen € auf 200 Millionen € erhöht. Unter den neuen Regeln würde die Gewinnobergrenze jedes Mal um 10 Millionen € steigen, wenn der Jackpot gewonnen wird oder zwischen Spielern in der nächsten Gewinnklasse aufgeteilt wird, bis zu einem Maximum von 250 Millionen €.

Datum Zusätzliche Informationen
Samstag, 1. Februar 2020 Die Gewinnobergrenze von EuroMillionen wurde von 190 Millionen €
auf 200 Millionen € erhöht.
Samstag,
24. September 2016
Die Regelung zur Jackpot-Obergrenze ändert sich und der Jackpot kann ab jetzt vier Ziehungen lang an der Obergrenze bleiben, bevor er ausgezahlt werden muss.
Freitag
24. Oktober 2014
Der Jackpot erreicht die Obergrenze von 190 Mio. € und wird von einem Spieler aus Portugal geknackt.
Dienstag,
7. August 2012
Der Jackpot erreicht 190 Mio. € und wird in der darauffolgenden Ziehung am Freitag, den 10. August 2012 von einem Ehepaar aus dem Vereinigten Königreich geknackt. Adrian und Gillian Bayford gewinnen damit 148.6 Mio. GBP.
Januar 2012 Die Jackpot-Obergrenze wird auf 190 Mio. € erhöht
Freitag,
8. Juli 2011
Der Jackpot erreicht seine neue Obergrenze von 185 Mio. € und wird in der darauffolgenden Ziehung, am Dienstag, den 12. Juli 2011, geknackt. Die Gewinner sind Chris und Colin Weir aus dem Vereinigten Königreich und sie erhalten 161.652.000 GBP – in britischen Pfund der größte EuroMillionen Jackpot aller Zeiten.
November 2009 Die Jackpot-Obergrenze von 185 Mio. € wird eingeführt
Freitag,
10. November 2006
Der Jackpot steigt zum elften Mal an. Am folgenden Freitag, den 17. November wird der Jackpot ebenfalls nicht geknackt und die gesamte Summe des Jackpots wird dem nächstniedrigen Gewinnrang zugefügt. Es gibt 20 Gewinner mit 5+1 Richtigen, womit jeder Gewinner je € 9.652.340,00 erhält.
Freitag,
27. Januar 2006
Der Jackpot steigt zum elften Mal an und wird daraufhin am Freitag, den 3. Februar 2006 von drei Spielern geknackt. Zwei der Gewinner stammen aus Frankreich und ein Gewinner aus Portugal. Jeder Gewinner erhält jeweils € 61.191.026.
Februar 2004 Der Jackpot kann maximal 11 Ziehungen in Folge weiter ansteigen

Könnte Sich die Jackpot-Obergrenze ändern?

Die EuroMillionen Spielregeln schließen den Fall ein, dass die Jackpot-Obergrenze erhöht oder gesenkt werden kann. Die Spielbedingungen der Österreichischen Lotterien halten fest: „Die Gesellschaft ist berechtigt, die [Jackpot-Obergrenze] jederzeit nach Einigung mit den Teilnehmerländern und mit Genehmigung des Bundesministers für Finanzen neu festzusetzen und den Spielteilnehmern geeignet bekanntzugeben“.